Gewalt gegen Lehrkräfte

Die Lehrkraft - seelische und körperliche Gewalt

Die Gewalt, seelisch und körperlich, steigt an deutschen Schulen von Jahr zu Jahr. Nicht nur von Schüler zu Schüler sondern auch von Schüler zu Lehrer und, in einigen Fällen auch, von Lehrer zu Schüler.

Es hat sich eine Art Teufelskreis entwickelt, der von Schülergeneration zu Schülergeneration weitervererbt wird. Um diesen Teufelskreis zu durchbrechen, genügt es daher nicht zu warten, bis die betreffenden Personen die Schule verlassen. Es gilt teils als "cool" zu sein, sich gegen Lehrkräfte zu aufzulehnen. Um zu dem Kreis dieser "coolen" Gruppe dazuzugehören, also respektiert zu werden, bedarf es einer steten Steigerung der Aktivitäten.

War vor einigen Jahren noch ein "Nein" gegen die Anweisung einer Lehrkraft der maximal vorstellbare Faux-Pas spricht darüber heute keiner mehr. Während meiner Arbeit an Schulen und mit Lehrkräften konnte ich einige Berichte selbst nur schwer glauben. So erging es einer hochschwangeren Lehrkraft so, dass sie einen Schüler anwies, etwas zu unterlassen. Dieser drückte sie mit beiden Händen gegen eine Wand und drohte ihr an, sie zu schlagen. Die damalige Schulleitung war mit der Situtaion überfordert, der Schüler erfuhr keine Konsequenz und die Lehrkraft leidet seit dem unter Angst und ist nun, viel zu früh, in den Vorruhestand gegangen.

Früherkennung und Handlungsalternativen

sind unabdingbar, um die weitere Verschlechterung dieser Situation zu verhindern.

Lehrkräfte müssen darin ausgebildet werden, sich anbahndende Situationen rechtzeitig zu erkennen und durch spezielle Handlungsalternativen zu verhindern. Noch besser wäre es, wenn durch entsprechende Schulung bereits verhindert werden kann, dass sich solche Situationen überhaupt anbahnen können.

Es sollte an jeder Schule mindestens (!) eine Lehrkraft in der Unterweisung dieser Kenntnisse und Techniken ausgebildet sein. Es geht auf der einen Seite um das Thema Gewaltprävention aber auch darum, sich im Notfall selbst schützen zu können. Es gilt, einen körperlichen Übergriff unter allen Umständen zu verhindern. Sollte dies nicht möglich sein, dann ist ein "Null-Tolleranz"-Automatismus in Gang zu setzen, der dem oder den Tätern äußerst deutliche, vorher bekannte Konsequenzen angedeihen lässt und der den Lehrkräften Rückhalt bietet.

Der modulare Aufbau

ermöglicht es

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf "Alle erlauben" erklären Sie sich damit einverstanden. Erweiterte Einstellungen